Blog über das Leben mit einem Herdenschutzhund

Willkommen zu meinem Blog über das Leben mit einem Herdenschutzhund!

Hier teile ich spannende Erzählungen und hilfreiche Ratschläge, um Ihnen das Leben mit Ihrem treuen Begleiter zu erleichtern.

September 2021

Der große weiße Riese mit seiner geheimnisvollen Art begegnete mir, als ich ein Kind war. Seine majestätische Haltung, sein dickes, weißes Fell und sein sanfter Blick hinterließen bei mir den Eindruck eines grandiosen Beschützers.

Jahre später erinnerte ich mich wieder an diese wundervolle Begegnung. Ich weiß nicht, warum ich all die Jahre nicht mehr an diesen Hund dachte. Vielleicht habe ich intuitiv gewusst, dass diese Rasse anders ist und bis dahin kein Platz für einen solchen Hund in meinem Leben hatte.

Im Sommer 2021 starb unsere Appenzellerhündin ganz plötzlich. Wir wollten keinen Ersatz für sie und waren offen für eine andere Rasse. Meine Tochter entdeckte ein Inserat: Maremmanowelpens aus dem Kanton Luzern. Je mehr ich mich mit diesen Herdenschutzhunden beschäftigte, desto mehr kamen mir auch Zweifel. Können wir einem Herdenschutzhund gerecht werden? Solche Zweifel gegenüber einer Hunderasse hatte ich bisher nicht, denn ich habe eine Ausbildung in Tierverhaltenspsychologie mit dem Schwerpunkt auf Hunden und Katzen und kenne mich mit Hunden bestens aus.

Ende Oktober 2021 zog Milo, ein Pastore Maremmano Abruzzese, bei uns ein. Er sah aus wie ein junger Eisbär. Doch nach einer Woche begann er, vorne rechts zu hinken. Dies wurde von Tag zu Tag schlimmer, und er litt unter großen Schmerzen. Der Tierarzt konnte sich nicht erklären, woher diese Schmerzen kamen, da nach einigen Tagen auch das Schmerzmittel nicht mehr ausreichte, um die Schmerzen zu lindern.

Es führte kein Weg am Tierspital Zürich vorbei. Dort verbrachte Milo zwei Tage mit vielen Untersuchungen. Die Diagnose: Diskospondylitis zwischen dem 6. und 7. Halswirbel. Diskospondylitis ist eine bakterielle oder Pilzinfektion, die die Bandscheiben und die angrenzenden  Wirbelknochen betrifft. Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Wirbeln in der Wirbelsäule   (auch Rückgrat genannt). Diese Erkrankung kann an einer einzelnen Stelle innerhalb der   Wirbelsäule oder an mehreren Stellen auftreten. Diskospondylitis ist hauptsächlich eine   Erkrankung von Hunden; bei Katzen ist sie sehr selten, und es wurden nur wenige Fälle   dokumentiert. Bei Milo hatte diese Erkrankung die Bandscheibe zwischen den beiden Wirbel weitgehend zerstört.

  • Welche Auswirkungen hat diese Diagnose auf Milos Leben?
  • Wird er Einschränkungen im Bewegungsapparat haben?
  • Werden die Schmerzen seine täglichen Begleiter sein?
  • Was sind die Langzeitfolgen?

Die Tierärzte hatten keine Antworten auf diese Fragen...
Als Milo wieder nach Hause durfte, hatte er eine unendlich Freude, als er uns sah. Er sprühte nur so vor Lebensenergie. Da wusste ich, dass wir jeden Tag so nehmen, wie er kommt, und ich nach alternativen Heilmethoden suchen werde, die ihn unterstützen.